Gaudenz Danuser, 52, arbeitet seit bald 25 Jahren als Berufsfotograf. Am tiefsten berührten ihn bisher seine fotografischen Aufzeichnungen im Ausland, die ihn unter anderem nach Alaska oder Bali, Sibirien oder Madagaskar, Kirgistan oder Uganda führten. Verwurzelt blieb er indes auch in der Schweiz. Genauer: In den Bündner Bergen, wo er regelmässig für freie Bildprojekte unterwegs ist. Gaudenz lebt in Flims Waldhaus.
Series
photoSCHWEIZ 2021
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Die Gletscher nehmen uns mit auf eine Zeitreise. Eine Zeitreise, die uns zur Vergänglichkeit des Ewigen führt. Ja zur Vergänglichkeit der Zeit selbst. Urzeit und Gegenwart verschmelzen in ihnen zur Zeitlosigkeit. Selbst der Raum ist nicht mehr, was er scheint: Was hart scheint, ist weich. Was starr wirkt, fliesst talwärts. Stetig verändert sich das ewige Eis. Schleift seinen Untergrund und wird gleichsam von diesem geformt. Am Ende wird in den Jahrringen des Gletschers der Lauf der Zeit sichtbar, als wäre die Zeit selbst in Eis gebannt. Derweil die Gletscher selbst zerfliessen. Ob es die Zeit noch gibt am Ende der Gletscher? Oder die Gletscher am Ende der Zeit? In seiner Serie «Monumente der Vergänglichkeit» macht Gaudenz Danuser das Auflösen von Zeit und Raum sichtbar. So radikal, bis selbst der Blick sich darin verliert.
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photoCORONA
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Temporary Solitude Ich stehe fest am Boden, doch der Boden scheint instabil zu sein. Einsam ist das Gefühl inmitten aller Isolierten und Distanzierten. Zwei Meter. Doch die Distanz fühlt sich endlos weit an. Uferlos. Die Isolation lässt mich frösteln. Einziger Halm, an dem ich mich in dieser Zeit festhalte, ist die Natur mit ihrer Ruhe und Schönheit. Und die leise Hoffnung, dass wir diesen Wert der Natur künftig mehr erkennen. «Temporary Solitude» zeigt für mich dieses Spektrum an Emotionen des Lockdowns.
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photoSCHWEIZ 2020
3 images
In Gaudenz Danusers Arbeit «Crispy» zeigt sich einmal mehr sein feiner, ja präziser, Blick. Er ist ein Beobachtender, wenn es um seine Umwelt geht. Ihn interessiert nicht, was sein könnte, sondern das, was ist. Dieses zeigt er auf so überraschende Weise, dass seine Bilder erst auf den zweiten Blick preisgeben, worum es geht. Sind es Landschaften im Kleinstformat oder Firnflanken? Träume oder Wirklichkeit? Was seine Bilder vereint, ist dabei seine ganz eigene Sichtweise: Er betrachtet Dinge und Umgebungen so eingehend, bis er ihr sinnliches Wesen freigelegt hat. Um dieses anschliessend in Bilder zu fassen, die den innersten Kern der Sache und damit ihre Ästhetik in Reinform zeigen.
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